Gebaut

Glattpark Jardin Dufaux, Opfikon ZH, 2012–2015

Situationsplan
Foto © Hannes Henz
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Foto © Hannes Henz
Foto © Hannes Henz
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4. Obergeschoss
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  • Gebäudetyp

    Neubau Wohnüberbauung mit 150 Wohnungen und Gewerbe

  • Bauherrschaft

    Migros Pensionskasse

  • Baumanagement

    Ralbau AG

  • Landschaftsarchitektur

    Mavo GmbH

  • Auftragsart

    Projektwettbewerb 2011, 1. Preis

Die städtebauliche Konzeption folgt den Grundsätzen des Gesamtkonzeptes des Glattparks, indem das u-förmige Blockrandgebäude einen einseitig offenen Hofraum ausbildet. Mit einer klaren Gebäudevolumetrie nimmt der Gebäudekomplex den übergeordneten Massstab des gebauten, beziehungsweise des geplanten, neuen Ortsteil von Opfikon auf und schafft gleichzeitig über die differenziert gestalteten Fassaden, einen der jeweiligen Lage und Ausrichtung entsprechenden, eigenständigen Ausdruck. Die ortsbauliche Setzung generiert eine klare Trennung zwischen Strassenraum und Innenhof, wobei dieser einen identitätsstiftenden, durch die Ried- und Auenlandschaft des ehemaligen Glatttals geprägten Charakter aufweist. Der Ausformulierung des Erdgeschosses wird grosse Beachtung geschenkt: Entlang des Boulevards Lilienthal weist das Gebäude einen zurückversetzten Sockel auf, in diesem Bereich befinden sich die Gewerbeateliers, welche direkt aus dem Strassenraum erschlossen werden. Die Erschliessung der meisten Wohnungen erfolgt über die überhohen, repräsentativen Hofzugänge und den gemeinsamen Innenhof. Je nach Lage und Bezug zum Aussenraum befinden sich die Erdgeschosswohnungen im Hochparterre oder weisen direkte Zugänge in den Gartenraum auf. Dadurch entsteht innerhalb des grossen Gebäudekomplexes eine klare Hierarchisierung der öffentlichen und privaten Aussenräume. Die Wohnüberbauung umfasst 150 Wohneinheiten, wobei eine Vielzahl unterschiedlicher Wohnungstypologien, wie Gewerbeateliers, überhohe Wohneinheiten und Geschosswohnungen den differenzierten Umgang mit unterschiedlichen Rahmenbedingungen veranschaulichen. Der gestalterische Ausdruck wird wesentlich von der facettenreichen Gebäudestruktur geprägt. So generiert diese ein spannungsvolles Wechselspiel von unterschiedlichen Fenster- und Loggiaelementen, und von verputzten, oder mit Klinker versehenen Fassadenflächen. Zuweilen werden über die Fassadengestaltung einzelne Geschosse optisch zusammengefasst, um eine zusätzliche Massstäblichkeit zu erzeugen.


Im Zusammenspiel zwischen Gebäudevolumetrie, der Ausformulierung des Erdgeschosses und der Aussenräume, sowie der Fassadengestaltung, wird ein Gebäude generiert, welches sich in den übergeordeneten Massstab des Glattparks einfügt und gleichzeitig eine differenzierte, architektonische Gestaltung auf der Ebene des Betrachters einführt.