In Planung

Collège de Courbet, La Tour-de-Peilz, 2017–2022

Foto © Zaborowsky Modellbau
Situationsplan
Visualisierung © nightnurse images
Visualisierung © nightnurse images
Erdgeschoss
1. Obergeschoss
Schnitt
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  • Gebäudetyp

    Neubau Primarschule mit 18 Klassen und Dreifachturnhalle

  • Bauherrschaft

    Gemeinde La Tour-de-Peilz

  • Baumanagement

    Pragma Partenaires SA

  • Landschaftsarchitektur

    L’Atelier du Paysage Jean-Yves Le Baron Sàrl

  • Auftragsart

    offener Wettbewerb 2016, 1. Preis

Das neue Collège Courbet reiht sich in die Serie der öffentlichen Schulgebäude entlang des Place des Anciens-Fossés ein, komplettiert dieses Schulquartier und bildet gleichzeitig sozusagen als Schlussstein den Übergang zum Wohnquartier. Durch die Setzung des Gebäudes im rückwärtigen Bereich des Perimeters wird der zusammenhängende parkartige Grünraum, welcher die Axe zwischen Bahnhof und Altstadt begleitet, gestärkt. Der baumbestandene Aussenraum stellt einen spezifischen, charaktervollen Raum dar, den es zu erhalten, resp. zu nutzen gilt. Das zweigeschossige, gedrungene Gebäude wird stark mit dem Baumbestand in Verbindung gebracht und fügt sich pavillonartig in diesen Parkraum ein. Die grossen, alten Bäume werden erhalten und in eine platzartige Umgebungsgestaltung eingebunden. Neu sollen sie im Bereich des College als Inseln in einen grosszügigen, befestigten Platz eingesetzt sein. Der Anteil an Ausschnitten wird graduell erhöht, sodass sich im Süden der Anlage der Park in seiner ganzen Stärke entfalten kann.

Ausgehend von der städtebaulichen Intention gliedert sich das Gebäude in ein öffentliches Erdgeschoss, ein Schulgeschoss im 1. Obergeschoss und ein Turngeschoss im 1. resp. 2. Untergeschoss. Mit seiner arkadenartigen Vorzone vermag das Erdgeschoss seinem Anspruch an Öffentlichkeit gerecht zu werden. Entlang dieser Arkade befinden sich die Eingänge, der Haupteingang zur Schule, der separate Eingang zur Bibliothek und der Eingang zur Turnhalle. Die öffentliche Bibliothek wiederum befindet sich entlang des Portikus und vermag durch seine Position entlang der Verglasung einen hohen Grad an Öffentlichkeit zu generieren. Gleichzeitig ist sie in ihrer Wirkung einladend und gut einsehbar. Die Aula und der Speisesaal bilden eine räumliche Einheit und befinden sich in unmittelbarer Nähe zur Eingangshalle. Auch die Turnhalle ist im Schnitt über die Galerie mit der Eingangshalle und dem charaktervollen Aussenraum direkt verbunden.

Im Schulgeschoss befinden sich sämtliche Schulnutzungen als zusammenhängende, geschossig organisierte Nutzungseinheit. Zwei Höfe mit unterschiedlichem Charakter vermögen dieses Geschoss einerseits zu zonieren und generieren andererseits unterschiedliche, spezifische Atmosphären. Der eingeschlossene Hof funktioniert als grüne Oase, der halboffene Hof kann zu schulischen Zwecken genutzt werden und als geschützter, beschatteter Pausenraum für die jüngeren Schüler dienen. Gleichzeitig entstehen interessante Durchblicke über die Höfe in die Tiefe des Gebäudes. Auf Grund des Branschutzkonzeptes können die Erschliessungsbereiche uneingeschränkt für schulische Zwecke genutzt werden.

Die Dreifachturnhalle ist selbstverständlich ins Gebäude eingebunden, wobei das Galeriegeschoss zur Attraktivitätssteigerungs des Erdgeschosses wesentlich beiträgt. Durch die Befensterung im Erdgeschoss ist sie grosszügig mit natürlichem Tageslicht versehen.